Einstellung

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Eine positive Einstellung am Arbeitsplatz zu bewahren, ist ein wesentlicher Aspekt professionellen Handelns. Indem wir ungeachtet der Umstände positiv bleiben, tragen wir dazu bei, ein positives Arbeitsumfeld aufrechtzuerhalten, und vermeiden es, zu einem toxischen Arbeitsklima beizutragen.

Jeder möchte in einem positiven Arbeitsumfeld arbeiten, in dem die Menschen glücklich wirken, sich mit ihrer Arbeit wohlfühlen und gut mit ihren Kollegen auskommen. Glück ist jedoch eine flüchtige Emotion, die sich nicht dauerhaft aufrechterhalten lässt. Wenn Menschen vorgeben, glücklich zu sein, obwohl sie es nicht sind, wirkt das unauthentisch, unaufrichtig und unredlich. Wenn das Ziel darin besteht, ein positives Arbeitsumfeld zu wahren, sollte das Ziel nicht sein, Glück vorzutäuschen, sondern vielmehr eine positive Einstellung beizubehalten.

Positivität ist eine Frage der Perspektive, bei der wir uns entscheiden können, eine Situation entweder positiv oder negativ zu interpretieren. Das Phänomen, dass wir selbst die Kontrolle darüber haben, wie wir eine Situation betrachten, wird häufig in der Frage formuliert: „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“ Dies veranschaulicht, dass wir uns entscheiden können, ein bis zur Hälfte gefülltes Glas entweder als halb voll oder als halb leer anzusehen. Der Unterschied zwischen jemandem mit einer positiven und jemandem mit einer negativen Einstellung besteht darin, dass sich eine positive Person bewusst dafür entscheidet, das Glas als halb voll zu sehen, während eine negative Person sich dafür entscheidet, es als halb leer zu betrachten.

Trennt man die Konzepte von Glück und Positivität voneinander, zeigt sich, dass wir eine negative Einstellung haben können, während wir glücklich sind, und eine positive Einstellung haben können, während wir unglücklich sind.

Wenn beispielsweise eine negative Person einem Kollegen das Scheitern wünscht und dieser Kollege tatsächlich scheitert, wäre sie glücklich, hätte aber dennoch eine negative Einstellung. Wäre der gescheiterte Kollege über sein Scheitern unglücklich, könnte er dennoch eine positive Einstellung bewahren, indem er sagt: „Ich werde aus meinen Fehlern lernen und es beim nächsten Mal besser machen.“

Selbst in einer negativen Situation lässt sich in der Regel ein Weg finden, eine positive Einstellung zu bewahren.

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten an einem Projekt, das Ihnen Freude bereitet, dessen Aufgaben Sie als interessant und erfüllend empfinden und dessen Teammitglieder Sie schätzen. Nun erfahren Sie und Ihr Team, dass das Projekt eingestellt wurde und die Teammitglieder so in der Organisation verteilt werden, dass Sie nicht mehr zusammenarbeiten werden. Die Situation selbst ist negativ, doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die ihr innewohnende Negativität Sie dazu verleiten sollte, eine negative Einstellung einzunehmen.

Anstatt die Projekteinstellung als Verlust zu betrachten, könnte Ihre Haltung lauten: „Jetzt habe ich die Möglichkeit, an etwas Neuem zu arbeiten, neue Fähigkeiten zu erlernen und mich beruflich weiterzuentwickeln.“ Wenn Sie an die Kollegen denken, mit denen Sie künftig nicht mehr zusammenarbeiten, könnte Ihre Einstellung sein: „Die Beziehungen zu meinen Kollegen bleiben bestehen, auch wenn wir nicht mehr zusammenarbeiten, und jetzt habe ich die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen und neue Beziehungen aufzubauen.“

Beachten Sie, dass dies nicht bedeutet, dass Sie sich über die Projekteinstellung zwangsläufig freuen. Tatsächlich brauchen Sie möglicherweise Zeit, um Gefühle von Enttäuschung, Desillusionierung oder gar Wut anzuerkennen. Eine positive Einstellung einzunehmen bedeutet jedoch schlicht, dass Sie sich dafür entscheiden, die Situation anhand ihrer positiven Aspekte zu betrachten, anstatt sich ausschließlich auf das Negative zu konzentrieren.

Leider gibt es Menschen, die dazu neigen, sich stets auf das Negative zu konzentrieren, und sich weigern, irgendetwas Positives anzuerkennen. Das sind negative Menschen mit einer dauerhaft negativen Einstellung, die toxische Arbeitsumfelder sowohl schaffen als auch aufrechterhalten.

Da ein toxisches Arbeitsumfeld keinerlei Mehrwert stiftet und es keinen Wert hat, die Dinge ausschließlich aus einer negativen Perspektive zu betrachten, besitzen Personen, die an einer negativen Einstellung festhalten, meist nur einen begrenzten Wert für die Organisation. Wenn sich jemand ständig darüber beklagt, wie schlecht die Dinge stehen, anderen die Schuld an Problemen gibt oder verletzende Gerüchte über Kollegen verbreitet, ist die Organisation vollkommen im Recht, diese Person zum Gehen aufzufordern.

Ein negativer Mensch zu sein und ein negatives Arbeitsumfeld fortzuschreiben, ist die Antithese zu professionellem Handeln. Denn echte Fach- und Führungskräfte stehen über den Umständen, konzentrieren sich auf das Positive und richten den Blick auf die nächste Chance.

Wenn Sie mit einer negativen Person zusammenarbeiten müssen, können Sie sich entweder dafür entscheiden, deren Negativität zu ignorieren, oder versuchen, ihre Perspektive von Negativität zu Positivität zu verschieben.

Die Negativität einer Person zu ignorieren, erfordert es, deren Aussagen zu filtern: Sie schenken negativen Äußerungen keine Beachtung und hören stattdessen nur auf Aspekte, die nützlich, aufschlussreich und umsetzbar sind.

Wenn Sie beispielsweise einen negativen Kollegen fragen, ob er die Agenda für ein bevorstehendes Meeting kennt, und dieser antwortet: „Ich schätze, es geht darum, die Projektprioritäten durchzugehen, aber ich weiß nicht, warum wir überhaupt ein Meeting haben – die Leute sollten das längst wissen – wir verschwenden bloß Zeit“, sollten Sie lediglich „die Projektprioritäten durchzugehen“ zur Kenntnis nehmen. Denn dies beantwortet Ihre Frage, während alles andere lediglich kontraproduktives, negatives Rauschen ohne Mehrwert war.

Entscheiden Sie sich stattdessen dafür, die negative Einstellung eines anderen zu verändern, müssen Sie dessen Blickwinkel meist dadurch verschieben, dass Sie seiner negativen Interpretation der Situation eine positive entgegensetzen.

Sagt die Person etwa: „Ich fasse es nicht, dass wir immer noch keine Anforderungen dafür haben, was wir entwickeln sollen“, könnten Sie erwidern: „Immerhin haben wir mehr Zeit, uns vorzubereiten, bis die Anforderungen vorliegen.“ Sagt sie: „Diese Fristen sind der Wahnsinn, und nur ein Idiot könnte sie für realistisch halten“, könnten Sie sagen: „Immerhin ist unser Projekt finanziert, und unsere Arbeit ist wichtig genug, dass man von uns Rechenschaft für die Umsetzung verlangt.“ Sagt sie: „Der ganze Laden geht vor die Hunde, und ich kann es kaum erwarten, hier wegzukommen“, könnten Sie entgegnen: „Immerhin haben wir einen Job – und wenn es uns nicht gefällt, können wir jederzeit gehen.“

Formulierungen, die mit „Immerhin“ oder „Wenigstens“ beginnen und von etwas gefolgt werden, wofür Sie dankbar sind, sollten Ihre Standardantwort sein, falls Sie versuchen möchten, den Blickwinkel einer negativen Person zu verändern. Mit der Zeit ändert sich deren Sichtweise möglicherweise; tut sie das nicht, haben Sie zumindest klargestellt, dass Sie kein geeigneter Ansprechpartner für Klagen sind, da Sie stets versuchen werden, in jeder Situation das Positive zu sehen.

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